Was ist Kakadu? Eine Übersicht über die Nationalparks in Australien.

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Die australische Region Nordterritorium ist bekannt für ihre atemberaubende Natur, reiche Kultur und einzigartige Tierwelt. Inmitten dieser prachtvollen Landschaft liegen drei von vier der größten Nationalparks des Landes: Kakadu, Litchfield und Nitmiluk. Doch was bedeutet genau der Begriff “Kakadu”? Was macht diese Region so besonders? Um Antworten auf all diese Fragen zu finden, ist ein Blick in die Geschichte, Geologie und Ökologie dieses außergewöhnlichen Ortes vonnöten.

Geographie und Klima

Der Nationalpark Kakadu Kakadu befindet sich etwa 175 Kilometer östlich der Hauptstadt Darwin. Er umfasst eine Fläche von über 19.000 Quadratkilometern, wodurch er einer der größten Parks in Australien ist. Die Landschaft des Kakadus kann als ein Mosaik aus verschiedenen Ökosystemen beschrieben werden: Savannen mit hohen Baumwäldern, Mangroven-Forests am Rande der Küstenebenen und das Innere eines tiefliegenden Beckens mit Wasserläufen. Immer wieder wird die Landschaft durch den Fluss South Alligator geprägt.

Die Klimazonierung des Kakadu ist von monatlichen Regengüssen gekennzeichnet, wobei der Januar im Durchschnitt 340 Millimeter Niederschlag pro Quadratkilometer erhält und Juli mit nur etwa 22 Millimetern am trockensten ist. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei etwa 28 Grad Celsius an warmen Tagen, während die Nachttemperaturen tagsüber auf über 20 Grad Celsius fallen können.

Vorgeschichte und Ureinwohner

Der Name “Kakadu” stammt aus der Sprache der Indigener des Nordterritoriums. Die ersten Einwohner dieser Region waren Nomaden, die an den Wasserläufen, Seen und Flüssen lebten und als Jäger-Häusler von Wildtieren existierten. Zu diesen Gruppen gehörten auch die Gunwinggu-Völker um Kungarakan und Ungambal.

Die ersten Kontakte zwischen den Aborigines und Europäern begannen im späten 19. Jahrhundert, wobei Missionare versuchten, christlich zu missionieren. Viele dieser Projekte scheiterten jedoch an der fehlenden Integration mit dem Leben der Ureinwohner.

Entstehung des Nationalparks

Erste Konzepte für einen Schutzpark im Nordterritorium wurden bereits Anfang der 1930er Jahre aufgestellt, aber erst nach einem weiteren Jahrzehnt begann der erste Prozess des Aufbaus. Durch den World War II wurde ein erheblicher Teil der Fläche unter militärisches Regiment gestellt und einige Abschnitte als militärische Gebiete abgesperrt.

Nach dem Krieg nahm die Anerkennung einer größeren Schutzbewegung für dieses Gebiet rapide zu. Im Jahr 1969 wurde der gesamte Nordwesten des Landes ein Nationalpark, und so entstand auch der Kakadu-Nationalpark im heutigen Sinne.

Tiere und Pflanzen

Die Tierwelt des Nationalparks ist reichhaltig wie vielseitig. Einige der bekanntesten und geschützten Arten sind das Rote Krokodil, die Saltwater-Krocodile, verschiedene Arten von Katzenarten wie Leopardkatze oder die endemische Kakadu-Ratte sowie über 280 Vögel-Arten.

Ein Teil dieser Tierpopulation ist direkt durch menschliche Aktivität bedroht. Zuerst waren es der Wildtierjagd, dann auch die verstärkten Einwanderung nach dem Zweiten Weltkrieg und letztendlich Eingabe von Ressourcen für den Menschenbau.

Die Artenvielfalt an Pflanzen ist ähnlich groß wie im Tierreich. Das tropische Regenwaldsystem des Nordterritoriums bietet mit etwa 350 verschiedenen Baumarten in der Region einen außergewöhnlichen Nährboden, um die Ökosysteme vor Ort zu ernähren.

Wirtschaft und Tourismus

Heute ist der Nationalpark ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Nordterritorium. Jedes Jahr gibt es eine Vielzahl von Besuchern aus der ganzen Welt. Diese nutzen den Park für ihre Freizeit, um im wilden Afrika zu tauchen oder den Anziehungsort des Wasserfalls JimJim anzuwandeln.

Viele Touristen haben hier auch Gelegenheit, die ortsansässigen Bewohner kennenzulernen und etwas von der kulturellen Tradition kennen zulegen. Aufgrund seines besonderen Schutzwertes kann man im Nationalpark weder auf Autos noch andere Transportmittel zurückgreifen.

Rechts- und Regierungsfragen

Der Status des Kakadu-Nationalparks unterliegt den Gesetzen und Verordnungen Australiens. Diese Gesetze legen fest, welches Gebiet öffentlich zugänglich ist und welche Zonen von der Besiedlung ausgeschlossen sind.

Im Jahr 1979 wurde das aboriginal rights legislation eingesetzt. Das bedeutete in dieser Region eine Rechtsgemeinschaft für die indigene Bevölkerung, was es ihnen ermöglichte, sich im Land ihre traditionellen und kulturellen Praktiken wieder anzueignen.

Einige der wichtigsten Gesetze und Verordnungen sind:

  • Australian Conservation Foundation
  • Native Title Act (1993)
  • World Heritage Committee Decision 1992

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